Karthäuserhofberg - 700 Jahre Weinbaugeschichte
Auf den jahrhundertealten Weinbergslagen von Eitelsbach gründete der Karthäuserorden 1335 ein Weingut. Die Mönche bewirtschafteten das Gut beinahe 500 Jahre lang. Nach der Säkularisierung übernahm schließlich im Jahr 1803 der französische Staat die Ländereien und versteigerte sie 1811 an den französischen Generalintendant Valentin Leonardy. Auch heute noch ist das Weingut Karthäuserhof in den Händen der Nachfolger Leonardys. Mittlerweile in der 7. Generation führt Albert Behler das Weingut. Ein geschichtlicher Abriss zeigt die bewegte Geschichte des Weinguts:
- 1223 - Erste urkundliche Erwähnung der Weinbergslagen von Eitelsbach.
- 1335 - Der Karthäuserorden bekommt eine Hofstelle mit Ländereien in Eitelsbach durch Kurfürst Balduin von Luxemburg.
- 1803 - Säkularisierung des Weinguts Karthäuserhof durch die napoleonischen Truppen.
- 1811 - Versteigerung des Karthäuserhofs an Generalintendant der französischen Armee Valentin Leonardy.
- 1824 - Vermählung Leonardys Tochter Susanne mit Kommerzienrat und Handelskammerpräsident Johann Wilhelm, der das Weingut fortan leitet.
- 1868 - Klassifizierung der Weinbergslagen an Mosel, Saar und Ruwer durch die königlich-preußische Regierung und Einstufung des Karthäuserhofbergs in die beste Klasse.
- 1876 - Heirat von Karl Wilhelm Rautenstrauch mit Kathinka Mühlens vom Kölner Haus "4711".
- 1986 - Der Erbe Christoph Tyrell übernimmt den Karthäuserhof und führt das Weingut zu zahlreichen Auszeichnungen. 1997 (Feinschmecker) und 2005 (Gault Millau) Auszeichnung als "Winzer des Jahres".
- 2012 - Der Cousin von Christoph Tyrell, Albert Behler, übernimmt die Leitung des Weinguts Karthäuserhof und leitet es bis heute.

Karthäuserhofberg - Eine Monopollage
Der Karthäuserhofberg, eine wertvolle Monopollage, befindet sich ausschließlich im Besitz der Familie. Ein Weinberg von außergewöhnlicher Qualität. Die Fakten:
- beinah 20 Hektar Rebfläche
- Süd-Südwest-Ausrichtung
- bis zu 254 m.ü.M.
- Hangneigung bis zu 55%
- Devon-Tonschiefer geprägte Böden
Das Terroir
Der Devon-Tonschiefer spielt beim Karthäuserhofberg eine entscheidende Rolle. Die rosa-kupferne Färbung deutet auf einen hohen Mineralanteil hin. Die wärmespeichernden Schieferplatten setzen stetig eisenhaltige Mineralien frei, wodurch Kalium, Magnesium, Phosphor und zahlreiche Spurenelemente an die Reben abgegeben werden. Auch tonerdige Einlagen sind zu finden. Der Lehm speichert Wärme, der Lehm das Wasser. Dieser wertvollen Kombination verdanken die Weine des Karthäuserhofs ihr außergewöhnlich breites Aromenspektrum.

Fair'n Green - Natur und Weinbau im Einklang
Die Familie des Weinguts Karthäuserhof bewirtschaftet ihre Ländereien unter der Prämisse des respektvollen Umgangs mit Flora und Fauna, um die Ressourcen zu erhalten. Der seit vielen Generationen oberhalb des Weinbergs angepflanzte Mischwald schützt die Rebstöcke vor Fallwinden, und bietet gleichzeitig ein sicheres Habitat für heimisches Wild. Die Weinbergsmauern aus Schiefer können nicht nur tagsüber Wärme speichern, die sie nachts wieder an den Weinberg abgeben, sie bieten gleichzeitig Vögeln Nistplätze. Auch Eidechsen und Schlangen finden hier Zuflucht. Entlang der Weinbergsreiehen wachsen zudem zahlreiche blühende Pflanzen, Wildkräuter und Hafer, die für idealen Nährboden für die Reben sorgen und gleichzeitig vielen Insekten als Nahrungsquelle dienen.
Der Karthäuserhof ist mit dem Fair'n Green-Siegel zertifiziert, das für nachhaltigen Weinbau steht.

Mais informações sobre Weingut Karthäuserhof
| Endereço | |
|---|---|
| Rua: | Karthäuserhof 1 |
| Cidade: | 54292 Trier |
| País: | DE |
| Região: | Mosel |
| Continente: | Europa |
| Empresa | |
| Ano de fundação: | 1811 |
| Proprietário: | Albert P. Behler |
| Director Executivo: | Richard Grosche |
| Vinho | |
| Zona vinícola: | 20 ha |